Juli & August

Nacht der offenen Dorfkirchen am 2. Juli 2016

In diesem Jahr laden wir das 10. Mal zur Dorfkirchennacht ein.2006 entstand in einer kleinen kreativen Gruppe um Pfr. Olschowsky die Idee zur Nacht der offenen Dorfkirche. Begeisterte Mitstreiter aus der Region Grimma trafen sich regelmäßig im Mutzschener Pfarrhaus, um ein Konzept zu entwickeln, das auch in einer ländlich geprägten Region funktioniert, denn bis dahin gab es Kirchennächte nur in Großstädten wie Dresden, Leipzig, Berlin oder Hannover. Im Zentrum der Aufmerksamkeit sollten die vielen kleinen Dorfkirchen stehen, die das Leipziger Land prägen und deren Schönheit oft nur im Vorbeifahren wahrgenommen wird. Die Stadtkirchen in Wurzen, Grimma, aber auch in Mutzschen und Nerchau sollten außen vor bleiben, so war die Entscheidung. Aber wie locken wir die Menschen zu den Dorfkirchen? Macht es Sinn, spezielle Kirchennacht-buslinien einzurichten? Wer füllt die Kirchen zur Kirchennacht mit Leben? Wie soll die Werbung funktionieren? Und welche Gemeinden machen überhaupt mit? Ungelöste Fragen, Probleme und Arbeiten gab es genug. Aber die Idee verbreitete sich wie ein Lauffeuer und unsere kleine Initiativgruppe mauserte sich zu einem richtigen Arbeitsstab. Die Begeisterung für die Dorfkirchennachtidee erfasste vor Allem viele Ehrenamtliche in den Gemeinden. Landkreis und Freistaat unterstützten damals das Projekt. Und so starteten wir am 7. Juli 2007 mit der ersten Nacht der offenen Dorfkirchen. 37 Dorfkirchen waren dabei und präsentierten sich mit Musik, Theater, Lesungen, Führungen, Andachten und kulinarische Verführungen ihren Gästen. Mehr als 3000 Besucher wurden damals in unseren Dorfkirchen gezählt. Inzwischen ist die Dorfkirchennacht den Kinderschuhen entwachsen. Sie ist eines der „Schaufenster“ unseres Kirchenbezirks Leipziger Land. Sie hat dazu beigetragen, dass viele Menschen wieder in Verbindung gekommen sind mit der Kirche im Dorf, die ja mehr ist als ein denkmalgeschütztes historisches Bauwerk. Unsere Dorfkirchen prägen seit Jahrhunderten die regionale Identität als Symbole des Glaubens und des Lebens im Dorf. Und sie waren noch nie in einem so guten baulichen Zustand wie im Moment. Lassen sie sich darum auch in diesem Jahr einladen zur 10. Nacht der offenen Dorfkirchen am 2. Juli 2016. Infos gibt es unter www.kirche-im-Leipziger-Land.de

Neuer Konfirmandenkurs

In der Konfirmandenzeit lernen junge Menschen, was es heißt, heute als Christ zu leben. Der Konfirmandenunterricht richtet sich an alle Schüler, die jetzt in die 7. bzw. 8. Klasse kommen. Wir beginnen den neuen Kurs am 8.9. um 16.30 Uhr im Pfarrhaus Mutzschen.
Die Konfirmandenzeit dauert zwei Jahre. Neben der 14-tägigien Konfirmandenstunde, gehören auch zwei Konfirmandenfahrten dazu.
Ziel und Höhepunkt ist die Konfirmation, die wir mit den Konfirmanden der jeweils 8. Klasse am Pfingstsonntag feiern wollen.
Als Startpunkt laden wir am
1.9. um 19.00 Uhr alle Konfirmanden mit ihren Eltern zum Konfirmanden-Eltern-Treff ins Pfarrhaus Mutzschen ein, um sich besser kennen zu lernen, den wieder beginnenden Konfirmandenkurs vorzustellen und Termine abzusprechen. Für Anmeldung und eventuelle Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Pfarramt Mutzschen.

Gemeinde-Kanufahrt

für Familien, Junge Erwachsene und alle Interessierten Samstag, d.10.9. von 9.00 - 16.00 Uhr. Nach vielen Muldefahrten in den zurückliegenden Jahren und einer Unstruttour wollen wir diesmal den neuen Kanal von Leipzig ins Neuseenland testen.
Bitte
bis 21.8. im Pfarramt anmelden

Wir freuen uns auf Sie zur Kirchennacht in Cannewitz am 2.7. ab 19.30:

Ich kreise um Gott,um den uralten Turm...
19.30 Heilsam für Körper, Geist u. Seele –
Köstlichkeiten aus der Klosterküche Hildegard von Bingens

20.00 Rainer Maria Rilkes Stunden-Buch
Eine poetisch-musikalisch-visuelle Lesung mit Eva Olschowsky und Gästen
Musik: Lea und Henning Olschowsky

21.30 musikalische Improvisationen
Gerolf Wodtke, Mutzschen anschl. Abendsegen und Nachtgebet

musikalische Sommerlesung

Von donnernden Paukenschlägen und friedlichen Flötentönen
musikalische Sommerlesung
am17.Juli 17.00 Stadtkirche Mutzschen
mit dem Schriftsteller und Pfr. Frank Lohmann aus Leipzig
Musik: Pfr. H. Olschowsky

Gottesdienste

Fahrdienstverantwortliche:
Mutzschen – Frau Fischäder (Tel. 51471)
Ragewitz - Herr Gewohn (Tel. 034385/52707)
Cannewitz- Herr Hempel (Tel. 034382/42003)
Fremdiswalde –über Pfarramt Mu. (Tel.034385/ 51445)
So. 12.6. 9.00 Mutzschen, 10.15 Fremdiswalde
So. 19.6. 9.00 Cannewitz

Johannisandachten auf den Friedhöfen:
24.6. 18.00 Ragewitz u. 19.30 Fremdiswalde
So. 26.6. 9.00 Cannewitz 10.15 Mutzschen

Sa. 2.7.14.30 Traugottesdienst Kirche Cannewitz ab 19.30
10. Nacht der offenen Dorfkirchen So. 10.7. 10.15 Ragewitz

So. 10.7. 10.15 Ragewitz Cannewitz 10.15 MutzschenSo. 17.7. 17.00 musikalische Sommerlesung mit Pfr. Lohmann und Pfr. Olschowsky
So. 24.7. 18.00 Abendgottesdienst in Cannewitz
So. 31.8. 10.15 Fremdiswalde
So. 7.8. 10.15 Ragewitz
So. 14.8. 9.00 Cannewitz


So. 23.8.15.00 Mutzschen GD zum Schulbeginn anschließend gemeinsames Kaffeetrinken und Spiele
So. 28.8. 11.00 regionaler Open Air – Gottesdienst in der Klosterruine Nimbschen

Junge Gemeinde: Pfarrhaus Mutzschen,
montags ab 17.45 Uhr
JG-Bandprobe ab 19.00

Kreise und Gruppen

KV: Gesamt-KV 15.6. 18.30 in Neichen Bibelstunde: Mutzschen dienstags 17.00
Landfrauenkreis: Herzliche Einladung an alle Interessierten am 15.6. 14.00 Pfarrhaus Mutzschen - Fam. Zerson berichtet von ihrer Reise nach Armenien Georgien.

Arbeitgeber Gott – 1. Buch Mose
Themenabend am 21.6. 19.30 in Ragewitz Astrid Luksch bereitet sich auf dieses spannende Thema vor.

Gesprächskreis (ehemals Junge Erwachsene) Sommertreff mit Grillen am 13.7. 19.30 in Fremdisw.

Sommerfest der Senioren 19.7. 14.00 Ragewitz

Vorschulkreise:
Donnerstag: 9.00 - 9.30 Fremdiswalde
Donnerstag: 14.45-15.15 Kita Mutzschen
Mittwoch: 8.30 – 9.00 in Cannewitz
Kinderkirche:
Fremdiswalde: Kl. 1-6 Kl. Donnerstag 16.00-17.00
freitags 14.30 in Mutzschen. (Kl. 1-6)

Miniclub: Cannewitz 18.6. v. 10-11.30

Teeniefrühstück: Ragewitz nach Vereinbarung

Konfer-JG: 6.6. 17.45 Mutzschen + 27.6. Filmnacht im Pfarrgarten,

Jugendwoche vom 7. – 11.6.

Musik

Samba & more Für alle rhythmus-interessierten Erwachsenen: 4.7. 19.30 Pfarrh. Mutzschen
Trommelkurs für Menschen mit u. ohne Behinderung/Mutzschen: 13.7. 13.15 im christl. Sozialwerk Wermsdorf
Jugendband: 2./4.Montag/Monat 19.00 Pfarrhaus Mutzschen

Chor: 7.6. + 16.8. je 19.30 in Mu.
Der Chor sucht Mitsänger. Jeder, der Freude am Singen hat, ist herzlich willkommen. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kurrende/Kinderchor: Do. 17.00 in Fremdiswalde

Freizeiten

*Walkaway 19.6. bis 23.6. Mutzschen / Wermsdorfer Wald
- Den eigenen Weg finden.- Für Jugendliche ab 14 Jahren Im Zentrum der 5 Tage stehen 24 Stunden, die die Jugendlichen jeweils allein und fastend im Wald verbringen. Sie begegnen ihren Ängsten vor Langeweile, wilden Tieren, der Existenz ohne Handy und der Dunkelheit und gewinnen zugleich Selbstvertrauen, Verbundenheit mit der Natur und Vertrauen in das Leben und zu Gott.

* Kindercamp vom 25.6. bis 1.7.
- Nicht wie bei Räubern…“ Ein echt fetziges Vergnügen verspricht das diesjährige Kindercamp in Höfgen, denn mit gemeinsamen Spielen, Musik machen, Gebet und Gottesdienst, Workshops und kreativen Angeboten, Geländespiel, Schlafen in Zelten, Baden gehen, Boot fahren wollen wir uns eine tolle Freizeit bescheren. Ihr seid zwischen 9 und 13 J. alt und wollt Abenteuer erleben? Dann meldet euch an unter suptur.leipzigerland@evlks.de

* Jungscamp vom 9.7. – 15.7. Ringethal für 9 bis 13-Jährige

* Teeniecamp mit Musikprojekt 16.7. – 22.7. Teupitz für Jugendliche ab 13 Jahre

Informationen und Anmeldungen zu den Freizeiten über Pfarrbüro Mutzschen oder www.kirche-im –Leipziger-land.de Pfarrbüro Mutzschen 034385/51445 www.kirche-mutzschen.de

Zum Tode von Rudolf Berger

Am 12. Mai beerdigten wir Rudolf Berger. Nächstes Jahr wäre er 100 geworden. Wie kaum ein anderer prägte er Mutzschener Identität, stand für bürgerschaftliches Engagement in Kirchgemeinde und Kommune, gelebte Nächstenliebe und menschliche Originalität als Storchenvater und Ehrenbürger. Viele Mutzschener nahmen an der Trauerfeier teil, die durch Pfarrer Johannes Kölbel und Pfarrer Olschowsky gehalten wurde. Es gab zahlreiche Nachfragen, die die Veröffentlichung des autobiografischen Lebenslaufs und der Trauerpredigt betrafen. Nach Rücksprache mit den Angehörigen und mit Pfarrer Kölbel veröffentlichen wir die Traueransprache von Johannes Kölbel im Gemeindeblatt. Der von Pfarrer Olschowsky leicht bearbeitete autobiografische Lebenslauf von Rudolf Berger ist noch einmal auf unserer Internetseite www.kirche-mutzschen.de nachzulesen.

Trauerpredigt zu Psalm 23

Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.

Bergersrudi hat sich nicht selbst geweidet.
Ich habe ihn als einen glaubwürdigen Christen und als einen sehr bodenständigen Menschen erlebt. Er wusste als Landwirt wo und wie die fetten Weiden sind. Er lebte mit der Natur und mit den Menschen, nicht gegen sie. Fette Weiden: Rudi wusste wo es was zu DDR-Zeiten an Baumaterial für die Kirchensanierung gab, nicht zum Stehlen sondern zum Verhandeln, nicht für den eigenen Bungalow sondern für das Haus Gottes. Und er wusste um die kargen und trockenen Böden der Mitbürger, ihre Resignation und ihren kleinen Glauben. Er selbst wuchs sehr bescheiden auf und lebte dann auch bis zum Ende so. Rudolf Berger wusste zu führen. Ich habe ihn selbst als Pastor, als Hirten erlebt, einer der wusste wo es frisches Wasser für Leib und Seele gibt. Er hatte manche wichtige Grundnahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs im Angebot seines Ladens: Aber wichtig waren im übertragenen Sinne die Sämereien und das Vogelfutter: das Wachsen legte er in Gottes Hand, er sorgte sich nicht allzu sehr und er dankte täglich für das Brot auf dem Tisch. Das stimmte. Das war nicht oberflächlich herunter-gerasselt. Das war gelebte Demut.

Rudi Berger war unterwegs. Er war viel unterwegs. Ich sehe ihn zu Fuß, selbst eingespannt vor dem Leiterwagen Richtung Feld, mit dem SR 2 und Hänger, mit den Pferden, im Haus vom Keller bis zum Dachboden und zurück, in und an der Kirche, auf waghalsigen Gerüsten Marke Eigenbau, am Storchennest, immer aber nicht allein sondern mit seinem Gott und dem Herrn Jesus Christus, und ihm zur Ehre, nicht zum eigenen Ruhm. Er war unterwegs zu den Menschen in der Nachbarschaft oder in der Ferne Sachsens. Er überzeugte mit seiner christlichen Originalität, konnte auch scharf machen, konnte laut und zornig sein, wenn es sein musste: die Küchenmesser, die Beile oder Scheren wetzte er am Schleifstein für eine Kirchenspende.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde... Hatte er Feinde? Ich weiß es nicht so genau: vielleicht die Gleichgültigen, die Besserwisser, die Bürokraten, die, die das Scheitern vorweg nehmen und nichts beginnen. Ich weiß aber, dass er wusste wie er feindlich Gesinnte an einen Tisch brachte, wie er überzeugen konnte mit dem eigenen Vorbild, wie er darauf achtete, dass keiner in der Beschämung das Gesicht verlor.

Mir wird es an nichts mangeln... Und Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen... Besseres kann uns nicht geschehen: Er war ein Hirte, kein Mietling dem die Schafherde egal ist sondern ein selbst behüteter und vor Gott und den Menschen verantwortlicher Hirte, der vorausgeht, den Weg ebnet und der auf ein ewiges Zuhause- und dem in Friedensein vertraut. Rudolf Berger war in der Spur Jesu. Und wir können in Jesu Spur bleiben, als gesalbte Königskinder, mit voll eingeschenkten Becher und reichlich guten Gaben auf dem Tisch - ja auch deftig und fröhlich konnten Marianne und Rudi feiern! Auch mit Macht und Freiheit sind wir versehen, auch mit Angst, die uns vorsichtig sein lässt aber nicht lähmt und mit einer Zuversicht, die auch den Zweifel zulässt. Es ist das Nehmen, niemals im Voraus, nur im Vertrauen, genauso selig und wichtig wie ein Geben. Das habe ich von Rudi gelernt. So zu leben zieht eine Spur der Güte und eine Spur der Barmherzigkeit nach sich. Sie folgen jetzt Rudolf Berger.

Er lebte in der Spur Gottes. Nun ist er nach der Wanderung zuhause. Gott berge ihn und uns tröste er im Verlust. Und er mahne uns in der Selbstbezogenheit und im Hochmut. Er mache uns gewiss, dass wir in der Liebe Gottes miteinander verbunden bleiben. Amen