Bürgergespräch über PEGIDA

„Wir müssen reden“ – Bürgergespräch am 27.2.19.00, Rathaussaal Grimma





Stichpunktprotokoll



Ca. 170 Teilnehmer, die aus Grimmaer Orsteilen, aber auch aus Wurzen, Borna, Döbeln kommen



Lied zur Eröffnung + Begrüßung – Pfr. Olschowsky





Zu den Gesprächsregeln:

Das Gespräch findet auf einer Ebene statt. Die Stühle sind in Kreisform angeordnet. In der Mitte sitzen die Moderatoren (Berger / Olschowsky) und vier geladene Gesprächspartner aus unterschiedlichen politischen Lagern. Es gibt kein Podium, kein Oben und kein unten. Gesprächsbeiträge werden nicht bewertet, verurteilt oder kommentiert. Es unterbleiben verbale Angriffe auf Gesprächsteilnehmer. Es geht nicht um politischen Schlagabtausch, sondern um wechselseitiges Zuhören und Ernstnehmen als Voraussetzung für einen fruchtbaren Dialog.









Begrüßung und Vorstellung der Gesprächspartner – BM Berger





Vorstellung Gesprächsablauf – Pfr. Olschowsky

Zeit bis 20.30 Uhr, 4 Gesprächsimpulse waren vorgesehen:





1. Wie habe ich persönlich die letzten Monate wahrgenommen?

...unter dem Eindruck von PEGIDA und LEGIDA, Demonstrationen für Toleranz und Vielfalt, den Anschlägen in Paris, dem Krieg des IS und der damit verbundenen Flüchtlingsproblematik…..

Es gibt eine Vielzahl an Themen, über die dringend zu reden ist.

Gesprächspartner je 2 min





+ Publikum….





2. Was sind meine Fragen, Sorgen, Ängste?

Gesprächspartner + Publikum





(eventuell Lied – Distanz herzustellen und auf das Zuhören zu fokussieren)





3. Welche Vorschläge und Ideen für Grimma habe ich? Was können wir in Grimma besser oder anders machen?

Gesprächspartner + Publikum





Diskussion





4. Wie geht es weiter?

(Konkrete Vereinbarungen und Ideen für die Fortführung des Gesprächsprozesses)

Protokoll an pol. Verantwortungsträger, Gesprächsworkshops...

Lied zum Abschluss - Olschowsky













Kurze inhaltliche Zusammenfassung:

Aus der Vielzahl polarisierender Redebeiträge kristallisierten sich im Verlaufe des Gesprächsprozesses nach meiner Wahrnehmung 8 Themenkomplexe heraus, welche ich zum Ende des Gesprächs noch einmal schlagwortartig zusammenfasste:





„Die Politik hört nicht auf die Bürger“

Wir brauchen eine neue politische Kommunikations – und Gesprächskultur.





„Lügenpresse – einseitige Berichterstattung“

Viele fühlen sich durch die Berichterstattung in Zeitungs – und Funkmedien nicht repräsentiert, woraus Ärger und Frustration entstehen. Sie wollen gesehen und wahrgenommen werden. Wie kann eine ausbalancierte Berichterstattung aussehen?





„Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer“

Wie kann wirtschaftlicher Reichtum gerechter und sozialer verteilt werden? Wie kann eine neue ökologisch – soziale Wirtschaftsordnung aussehen, in deren Zentrum nicht der Profit weniger, sondern das Wohl Aller, sowie die Erhaltung unserer ökologischen Lebensgrundlagen steht? Stichpunkte: „Postwachstumsgesellschaft“, Kritische Auseinandersetzung mit den geplanten Freihandelsabkommen TTIP, CETA, TISA.....





„Angst vor einem möglichen Krieg....“

Wie könnten friedenspolitische Alternativen zu Waffenlieferungen in die Ukraine oder zu den Perschmerga im Nordirak aussehen?

Stichpunkte: alternative Konfliktlösungsstrategien jenseits militärischer Optionen, Ausstieg aus der Spirale von Gewalt und Gegengewalt , Kritik an der NATO – Ost – Erweiterung...





„Angst vor Rechtsruck“

Stichpunkte: Die Suche nach einfachen populistischen Lösungen für komplexe Fragen und Zusammenhänge birgt Gefahren...





„Wie können Migranten besser in unsere Gesellschaft integriert werden?“

Stichpunkte: Umgang mit Ausländern, Asylpolitik, Willkommenskultur





„Dialog der Religionen“

Stichpunkte: Was ist der Islam? Wie eng verbunden sind die Schwesterreligionen Judentum, Christentum und Islam miteinander? Die Angst schwindet, je mehr wir von einander wissen, je besser wir uns kennen....





Spaltungen überwinden

Wir leben in einer tief gespaltenen Gesellschaft (arm – reich, ost – west, oben – unten, ....) Wie können wir Spaltungen und Schubladendenken überwinden? Alternative Kommunikationsformen, GFK....





Es wird nach einem geeigneten Modus gesucht, um das Bürgergespräch fortzuführen. Es bieten sich an den oben aufgeführten Themen orientierte Gesprächsforen oder Workshops an.





gez. Henning Olschowsky